Beweisbrücke
Was stellt das maßgebliche Tanach-Zeugnis zu Apostelgeschichte 7,14 fest: fünfundsiebzig gegenüber siebzig in Genesis und Exodus?
Der Leser soll die Frage anhand des von Apostelgeschichte angeführten Tora- oder Tanach-Textes, der daraus gezogenen Schlussfolgerung und der vorher bestehenden Bundes- oder Rechtskategorie erklären können.
Was dieser Artikel festgestellt hat
Apostelgeschichte 7,14 nennt Jakobs Familie mit fünfundsiebzig Personen, während masoretische Genesis, Exodus und Deuteronomium siebzig nennen. Die Septuaginta-Fassung von Genesis ergibt fünfundsiebzig. Apostelgeschichte folgt daher einer alten jüdisch-griechischen Texttradition und erfindet keine christliche Zahl.
- Verifiziert: Apostelgeschichte 7,14 sagt fünfundsiebzig.
- Verifiziert: Der masoretische Text von Genesis 46,27, Exodus 1,5 und Deuteronomium 10,22 sagt siebzig.
- Verifiziert: Die Septuaginta-Fassung von Genesis ergibt fünfundsiebzig Personen und ist älter als das Christentum.
- Gestützte Erklärung: Apostelgeschichte folgt der griechisch-jüdischen Texttradition.
- Nicht gestützt: ‚Der Unterschied beweist, dass Christen die Tora absichtlich veränderten.‘
- Textkritisch offen: Welche genealogische Fassung den frühesten rekonstruierbaren Wortlaut am besten widerspiegelt.
Die noch offene Frage
Was bleibt nach der Quellenklärung von Apostelgeschichte 7,14 – fünfundsiebzig gegenüber siebzig in Genesis und Exodus – bestehen, wenn die Apostelgeschichte am angeführten Tora- oder Tanachtext und an der daraus gezogenen verbindlichen Folgerung geprüft wird?
Warum dieses Buch der nächste Schritt ist
THE BOOK OF ACTS VS. THE HEBREW BIBLE ist der nächste Schritt, weil es genau untersucht, wo Theologie in Apostelgeschichte zu verbindlicher Praxis wird und Brüche mit Tora-Kategorien gerechtfertigt werden. Die Textvariante in Apostelgeschichte 7,14 wird dabei unter derselben Quellenkontrolle behandelt.
Wenn Sie die umfassendere Beweisfrage prüfen möchten, lesen Sie weiter in THE BOOK OF ACTS VS. THE HEBREW BIBLE. Das Buch untersucht den Übergang von Theologie zu verbindlicher Praxis und die Rechtfertigung von Brüchen mit Tora-Kategorien mit derselben quellengebundenen Methode.
